Heise 26.08.2026
10:30 Uhr

heise+ | Grub-Konfiguration unter Linux optimal anpassen


Grub ist der Standard-Bootloader aller Linuxe, doch nicht überall dürfen Sie auch alle Funktionen nutzen. Ein eigenes Skript beseitigt die Einschränkungen.

heise+ | Grub-Konfiguration unter Linux optimal anpassen

Wenn Linux bootet, ist Grub fast immer mit von der Partie. Sein Bootmenü ist das Erste, was Anwender zu sehen bekommen – wenn es nicht versteckt ist. Grub ist zwar der Standard-Linux-Bootloader, doch es gibt keinen Standard-Grub unter Linux. Wie sich Grub präsentiert und verhält, hängt davon ab, wie die Distributionsentwickler ihn konfigurieren und welche Änderungen sie an den zu Grub gehörenden Skripten vorgenommen haben.

Die distributionsspezifischen Änderungen an den Skripten wiederum sind entscheidend dafür, wie einfach oder aufwendig es für Benutzer ist, Grub an die eigenen Bedürfnisse anzupassen – zum Beispiel, um mehrere Betriebssysteme auf mehreren Festplatten zu verwalten oder das Bootmenü umzugestalten. Dazu müssen sie zunächst herausfinden, was von ihrer Distribution unterstützt wird und was sich nur mittels Tricks umsetzen lässt.

Der Name Grub (Grand Unified Bootloader) steht nur für den Bootloader, also das Programm, das vom Rechner-BIOS geladen wird, um seinerseits das Betriebssystem zu starten. Es liegt standardmäßig im Verzeichnis /boot/grub, das sich bei vielen Linuxinstallationen auf einer eigenen Partition befindet – vor allem dann, wenn komplexe Setups mit LVM, RAID oder verschlüsselten Partitionen benutzt werden.